Der erste Eindruck zählt - Wir machen Sie fit für die Ausbildung 2016 (Teil 1)

29.02.16

Die Bewerbungsunterlagen

Was möchte ich werden? Wie bewerbe ich mich für meinen Traumberuf? Dies sind Fragen, die sich jetzt viele junge Menschen stellen, denn langsam geht es in die heiße Bewerbungsphase für die Ausbildung 2016.

Fischer Personal gibt Tipps, was beim Bewerbungsprozess zu beachten ist. In unserem ersten Teil der Serie geht es um die schriftliche Bewerbung.

Den Traumberuf gefunden? Dann geht es jetzt darum, dem zukünftigen Arbeitgeber über die Bewerbung zu zeigen, dass man der optimale Kandidat für die Stelle ist. Einen ersten Eindruck erhält der Arbeitgeber durch die Bewerbung, die aus dem Anschreiben, dem Lebenslauf und angehängten Zeugnissen besteht.

Das Anschreiben

Wie beim persönlichen Gespräch ist der erste Eindruck auch bei einer schriftlichen Bewerbung sehr wichtig, weshalb das Anschreiben ein wichtiger Bestandteil ist. Hiermit kann man sich direkt als die richtige Person für den Ausbildungsplatz empfehlen und zeigen, welche Persönlichkeit hinter der Bewerbung steckt. Deshalb sollte das Anschreiben folgendermaßen aufgebaut werden:

  • Adresszeile (rechts): persönliche Kontaktdaten
    Name
    Adresse

     
  • Adresszeile (links): Kontakt des Unternehmens
    Name der Firma
    Ansprechpartner (z.Hd. Herr xy)
    Adresse

     
  • Datum (rechts):
    Stadt, den TT.MM.JJJJ

     
  • Betreffzeile (Bewerbung als xy)
     
  • Anfang: Anrede
    (z.B. „Sehr geehrter Herr…,“ bzw. „Sehr geehrte Frau…,“; ohne Ansprechpartner: „Sehr geehrte Damen und Herren,“)
     
  • Hauptteil der Bewerbung: „hiermit bewerbe ich mich auf die ausgeschriebene Stelle als xy….“
    worauf bewerbe ich mich?
    wo habe ich von dem Ausbildungsplatz erfahren?
    warum möchte ich diese Ausbildung in genau diesem Unternehmen antreten?
    was macht mich zum optimalen Azubi (Interessen, Fächer in der Schule, Praktika, AGs)?

     
  • Schluss: Verabschiedung
    Hinweis auf ein persönliches Vorstellungsgespräch
    höfliche Verabschiedung („Mit freundlichen Grüßen“; Achtung: nicht abkürzen!)

     
  • Unterschrift: Vollständiger Name
    Bewerbung per Post: handschriftlich unterschreiben
    Bewerbung per E-Mail/ Bewerbungsportal: Unterschrift einscannen und einfügen; Alternativ: Unterschrift in Kursiv setzen

     
  • „Anhang: Lebenslauf, Zeugnisse“

Sind diese Punkte abgearbeitet, ist das perfekte Anschreiben fertig und passt idealerweise auf eine DIN A4 Seite! Nun geht es an den Lebenslauf, womit ein detaillierteres Bild gezeichnet werden kann.

Der Lebenslauf

Im Lebenslauf wird das bisherige Leben übersichtlich zusammengefasst. Hierbei geht es nicht nur um die schulische Laufbahn, sondern auch um die persönlichen Interessen, die idealerweise mit dem Traumberuf zu tun haben. Die übersichtlichste Variante ist der tabellarische Lebenslauf. Dieser besteht aus den persönlichen Daten, der schulischen Laufbahn, eventueller Praktika und außerschulischen Interessen.

Ein tabellarischer Lebenslauf sollte also in folgender Weise aufgebaut werden:

  • Überschrift: „Lebenslauf“
     
  • Persönliche Daten:
    Name
    Adresse
    Telefonnummern (Festnetz und/oder Handnummer)
    E-Mailadresse
    Geburtsdatum
    Familienstand: ledig (gilt für alle, die nicht verheiratet sind!) oder verheiratet
    Nationalität
     
  • Bewerbungsfoto
     
  • Schulische Laufbahn:
    alle Stationen, von der aktuellsten Schule (mit Abschluss) bis zur Grundschule
     
  • Berufliche Laufbahn:
    Praktika, Nebenjobs, angefangene/ abgeschlossene Ausbildung etc.
     
  • Kenntnisse und Fähigkeiten:
    Sprachkenntnisse (Abstufungen: Muttersprache, verhandlungssicher, fließend, sehr gute Kenntnisse, gute Kenntnisse, Grundkenntnisse)
    EDV-Kenntnisse (Abstufungen: sehr gute Kenntnisse, gute Kenntnisse, Grundkenntnisse)
    Sonstige Kenntnisse: z.B. Führerschein, Auto (Abstufungen: sehr gute Kenntnisse, gute Kenntnisse, Grundkenntnisse)
    Hobbys
     
  • Ort, Datum, Unterschrift

Sind all diese Punkte abgearbeitet, ist auch der Lebenslauf fertig. Bevor wir aber zum Zusammenführen des Anschreibens, des Lebenslaufs und der Zeugnisse kommen, sollen noch ein paar Worte zum Thema Bewerbungsfoto fallen.

Das Bewerbungsfoto

Auch das Bewerbungsfoto vermittelt viel von der Persönlichkeit des/ der zukünftigen Auszubildenden und sollte deshalb vom Fotografen gemacht werden und nicht aus dem letzten Urlaub oder von der letzten Party stammen. Ein Foto, dass den Bewerber/ die Bewerberin in angemessener Kleidung zeigt, vermittelt Professionalität und Ernsthaftigkeit.

Rein rechtlich ist es erlaubt, seine Bewerbung anonymisiert zu verschicken, was bedeutet, dass weder das Geschlecht, die Nationalität, der Familienstand noch ein Foto angegeben werden muss. Diese Vorgehensweise ist in Deutschland jedoch noch nicht sehr verbreitet und könnte Personaler alteingesessener Unternehmen irritieren. Daher sollten anonymisierte Bewerbungsschreiben nur verschickt werden, wenn dies explizit angefordert wird.

Die komplette Bewerbung

Die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz 2016 sollte ein einheitliches Bild abgeben. Deshalb werden das Anschreiben und der Lebenslauf nach Möglichkeit in einem einheitlichen Schriftbild am Computer getippt. Hierbei ist zu beachten, dass die gewählte Schriftart gut lesbar ist und zudem weder zu groß noch zu kein gewählt wird. Empfehlenswert ist, die Bewerbung z.B. in Times New Roman (Größe 12), Helvetica (Größe 11), Arial (Größe 11) oder Calibri (Größe 11) zu schreiben. In jedem Fall sollte eine Schrift für die komplette Ausbildungsbewerbung beibehalten werden.

Neben dem Anschreiben, dem Lebenslauf und den Kopien der (Schul-)Zeugnisse kann die Bewerbungsmappe mit einem Deckblatt eingeleitet werden, welches dann den Titel „Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als xy“ enthält sowie ein größeres Bewerbungsfoto und die eigenen Kontaktdaten.

Zusammengefasst sieht die optimale Bewerbung für eine Ausbildungsstelle so aus:

  • Deckblatt (optional)
  • Anschreiben
  • Lebenslauf
  • Zeugnisse

Dies gilt sowohl für die postalische Bewerbung, in einer Bewerbungsmappe, als auch für die digitale Bewerbung, die als ein PDF-Dokument gespeichert und versendet werden soll.

Im zweiten Teil unseres Ausbildungsspecials gehen wir auf die unterschiedlichen Arten der digitalen Bewerbung ein und geben Tipps rund um „digitale Visitenkarten und das professionelle Auftreten im Internet“.